Therapie für Erwachsene
Logopädie für Erwachsene in Berlin
Nach einem Schlaganfall, bei neurologischen Erkrankungen, Stimmproblemen im Beruf oder Schluckbeschwerden im Alter. Wir behandeln an vier Standorten in Berlin und nach Verordnung auch zu Hause.
Sprachstörungen: Aphasie
Eine Aphasie entsteht durch eine Schädigung des Gehirns, meist nach einem Schlaganfall. Sie kann sich schnell weitgehend zurückbilden oder die Betroffenen stark beeinträchtigen: Wortfindungsstörungen, Schwierigkeiten beim Satzbau, beim Verstehen, Lesen und Schreiben. Ein zielgerichtetes Sprachtraining hilft, Fähigkeiten wieder zu aktivieren und zu verbessern. Wir richten die Therapie an Ihren persönlichen Zielen aus, damit Sie möglichst gut in Ihren Alltag zurückfinden.
Sprechstörungen: Dysarthrie und Sprechapraxie
Bei einer Sprechstörung sind Sprechen und Atmung erschwert, die Aussprache ist undeutlich, besonders bei längerem Sprechen. Das erzeugt hohen Leidensdruck. In der Therapie arbeiten wir daran, das Sprechen zu erleichtern und die Verständlichkeit zu verbessern. Auch bei Parkinson, Multipler Sklerose, ALS oder Demenz kann eine früh begonnene Logopädie die vorhandenen Fähigkeiten lange erhalten und Schwierigkeiten ausgleichen.
Schluckstörungen (Dysphagie)
Schwierigkeiten bei der Nahrungsaufnahme, beim Transport in den Magen oder beim Schluckakt selbst. Ursachen sind organische Veränderungen im Mund- und Halsbereich, ein muskuläres Ungleichgewicht, Hirnschädigungen nach Schlaganfall oder Unfall und neurodegenerative Erkrankungen. Auch mit zunehmendem Alter verändert sich das Schlucken, das ist nicht ungewöhnlich und lässt sich mit Übungen beim Essen verbessern.
Anzeichen
- häufiges Räuspern oder Husten beim Essen, Kloßgefühl im Hals
- Nahrung scheint im Hals stecken zu bleiben oder rutscht nur langsam
- raue, kratzige oder gurgelnde Stimme nach dem Essen oder Trinken
- Schmerzen beim Schlucken, vermehrte Verschleimung, Sodbrennen
- Nahrungsreste im Mund, Rückfluss in Nase oder Mund, Würgen
- deutliche Gewichtsabnahme, wiederkehrende bronchiale Infekte bis zur Lungenentzündung
- sehr lange Mahlzeiten
Mit Tests und Diagnostik klären wir, ob und wie schwer eine Schluckstörung vorliegt, idealerweise auf Basis ärztlicher bildgebender Befunde. Dann passen wir die Nahrungsaufnahme an, üben Schlucktechniken und Haltungen für sicheres Schlucken und trainieren die beteiligten Muskeln und Nerven. Mehr zur Schlucktherapie
Stimmstörungen
Eine Stimmstörung betrifft Stimm- oder Atemfunktion. Sie kann im Rahmen von Sprechstörungen auftreten, aber auch durch Stimmlippen- oder Nervenlähmungen, organische Veränderungen des Kehlkopfs oder Überlastung der Stimme, häufig in Sprechberufen.
Anzeichen
- veränderte Tonlage, heiserer, rauer oder behauchter Stimmklang, Stimmbrüche bis zur Tonlosigkeit
- geringe Belastbarkeit, Halsschmerzen schon nach kurzem Sprechen
- die Luft reicht nicht für längere Sätze
- Halskratzen, Trockenheit, Fremdkörpergefühl, Räusperzwang, Hustenreiz
- die Singstimme trägt nicht mehr
Nach einer Analyse Ihrer Stimme beraten wir zum schonenden Stimmgebrauch im Alltag. In den Sitzungen, meist ein- bis zweimal wöchentlich, üben Sie Atmung, Stimme, Wahrnehmung, Körperhaltung und Artikulation und erhalten Übungen für zu Hause. Mehr zur Stimmtherapie
Stimmarbeit mit trans*, inter* und queeren Menschen
Sie entwickeln auf gesunde Weise den Stimmklang, der zu Ihnen passt. Mehr zur Stimmarbeit
Fazialisparese
Eine halbseitige Gesichtslähmung nach Schlaganfall, Kopfverletzung, durch Viren oder ohne erkennbare Ursache. Typisch sind ein hängender Mundwinkel, ein verzerrter Gesichtsausdruck, Schwierigkeiten beim Sprechen, unbewegliche Augenbrauen und ein unvollständiger Lidschluss. Wichtig ist ein rascher Beginn: In der Logopädie stimulieren wir die betroffenen Nerven und üben die Muskulatur, damit Beweglichkeit und Empfindung zurückkehren.
Stottern
Wer stottert, bleibt beim Sprechen unwillkürlich hängen, mit Pausen oder Silbenwiederholungen. In der Therapie lernen Sie Sprech- und Atemtechniken für flüssigeres Sprechen und arbeiten an Sprechängsten, Vermeidestrategien und Begleitsymptomen. Mehr zur Stottertherapie
Häufige Fragen
Wer verordnet Logopädie für Erwachsene?
Meist Neurologie, HNO, Phoniatrie oder die Hausarztpraxis. Nach Klinikaufenthalt oft direkt aus der Reha oder Klinik heraus.
Kommen Sie auch nach Hause?
Ja, wenn die Verordnung einen Hausbesuch vorsieht, weil Sie aus gesundheitlichen Gründen nicht in die Praxis kommen können.
Wie schnell sollte nach einem Schlaganfall begonnen werden?
So früh wie möglich. Sprach-, Sprech- und Schluckfunktionen erholen sich in den ersten Monaten am stärksten, wenn gezielt geübt wird. Buchen Sie einen Ersttermin, sobald die Verordnung vorliegt.
An diesen Standorten in Berlin
Fachlich geprüft von Jonas Bischof, Logopäde, Praxisinhaber. Stand 2026-09-04.