Redeflussstörungen
Stottern und Poltern: Therapie in Berlin
Wer stottert, bleibt beim Sprechen unwillkürlich hängen, wiederholt Silben oder dehnt Laute. Bei Kindern kann das vorübergehen, bei Jugendlichen und Erwachsenen hilft gezielte Therapie, flüssiger und angstfreier zu sprechen.
Woran Sie Stottern erkennen
- Wiederholungen von Lauten oder Silben („Ka-ka-kann ich …“)
- Dehnungen („Mmmmama“) und stumme Blockaden, bei denen kein Ton herauskommt
- sichtbare Anstrengung, Mitbewegungen, Blinzeln, Anspannung
- Vermeiden bestimmter Wörter oder Situationen, Umschreiben, Schweigen
Bei Kindern gehört zur Beratung immer die Frage, wie die Familie im Alltag reagieren kann: Blickkontakt halten, aussprechen lassen, Zeit geben, Sprechdruck herausnehmen.
Wie wir behandeln
Nach dem Erstbefund wählen wir das Verfahren, das zur Person passt. Bei jüngeren Kindern arbeiten wir spielerisch und beziehen die Eltern eng ein. Jugendliche und Erwachsene lernen Sprechtechniken (weicher Stimmeinsatz, Dehnen, Pull-outs) oder üben, das Stottern kontrolliert und ohne Anstrengung zuzulassen. Dazu kommt die Arbeit an Sprechangst, Vermeidung und Begleitsymptomen. Die Therapie findet ein- bis zweimal pro Woche statt, auf Wunsch auch per Video.
Poltern behandeln wir mit Übungen zu Sprechtempo, Rhythmus, Deutlichkeit und Selbstwahrnehmung.
Verordnung
Stottertherapie ist ein Heilmittel. Kinderarzt, HNO, Phoniatrie oder die Hausarztpraxis stellen die Verordnung aus. Mit der Verordnung buchen Sie den Ersttermin an einem unserer vier Standorte.
Häufige Fragen
Mein Kind stottert seit ein paar Wochen. Muss ich sofort etwas tun?
Viele Kinder zwischen zwei und fünf Jahren stottern vorübergehend, wenn die Sprache sich schnell entwickelt. Hält es länger als etwa sechs Monate an, nimmt es zu, oder zeigt Ihr Kind Anstrengung und Vermeidung, sprechen Sie mit der Kinderarztpraxis über eine Verordnung. Eine frühe Beratung schadet nie.
Kann Stottern bei Erwachsenen noch behandelt werden?
Ja. Erwachsene lernen Sprech- und Atemtechniken, die den Redefluss verbessern, und arbeiten an Sprechangst und Vermeidung. Ziel ist, in den Situationen sicher zu sprechen, die im Alltag zählen.
Was ist der Unterschied zwischen Stottern und Poltern?
Beim Stottern ist der Redefluss durch Blockaden, Wiederholungen und Dehnungen unterbrochen. Beim Poltern ist das Sprechen überhastet, unrhythmisch und verwaschen, Silben werden verschluckt. Beides behandeln wir, mit unterschiedlichen Methoden.
An diesen Standorten in Berlin
Fachlich geprüft von Wiebke Müller-Sturmhöfel, Logopädin, Schwerpunkt Stottertherapie. Stand 2026-09-04.