Mundmotorik
Myofunktionelle Therapie in Berlin
Offener Mund, Zunge zwischen den Zähnen beim Schlucken, Lispeln oder Mundatmung. Orofaziale Dysfunktionen wirken sich auf Sprechen, Zähne und Atmung aus. Die myofunktionelle Therapie trainiert Zunge, Lippen und Kaumuskulatur, oft begleitend zur kieferorthopädischen Behandlung.
Anzeichen
- Mund meist geöffnet, Mundatmung, vermehrter Speichelfluss
- Zunge liegt beim Schlucken oder in Ruhe zwischen den Zähnen
- Lispeln, undeutliche Aussprache von s, sch, t, d, n, l
- schlaff wirkende Lippen- und Zungenmuskulatur
- Zahnfehlstellungen, die trotz Zahnspange wiederkehren
- Daumenlutschen oder Schnuller über das dritte Lebensjahr hinaus
Wie die Therapie wirkt
Ziel ist ein physiologisches Muster: Nasenatmung, Lippenschluss, Zungenruhelage am Gaumen und ein korrektes Schluckmuster. Dafür trainieren wir gezielt die Muskulatur von Zunge, Lippen und Wangen, üben Wahrnehmung und Schlucken und übertragen das Gelernte in den Alltag. Die Therapie stützt kieferorthopädische Behandlungen und beugt Rückfällen vor. Bei Aussprachefehlern verbinden wir sie mit Artikulationstherapie.
Wir arbeiten eng mit den behandelnden Kieferorthopädinnen und Kieferorthopäden zusammen und stimmen den Zeitpunkt der Therapie mit ihnen ab.
Häufige Fragen
Wer verordnet myofunktionelle Therapie?
Meist die Kieferorthopädie, Zahnmedizin, Kinderarztpraxis oder HNO. Die Verordnung lautet auf Logopädie mit dem Störungsbild orofaziale Dysfunktion.
Ab welchem Alter ist die Therapie sinnvoll?
In der Regel ab dem Vorschulalter, wenn Kinder Übungen verstehen und zu Hause mitmachen können. Auch Jugendliche und Erwachsene profitieren, etwa vor oder während einer Zahnspange.
Wie oft muss geübt werden?
Kurz und täglich. Die wöchentliche Stunde legt die Grundlage, die Wirkung entsteht durch tägliche Übungen von wenigen Minuten.
An diesen Standorten in Berlin
Fachlich geprüft von Wiebke Müller-Sturmhöfel, Logopädin. Stand 2026-09-04.